Popkultur als gemeinsames Gedächtnis
Ein wichtiger Ausgangspunkt ist die Bildwelt der Populärkultur. Comicfiguren wie Micky Maus, Snoopy oder Dagobert Duck gehören ebenso zu seinen Motiven wie bekannte Persönlichkeiten aus Musik, Film und Mode. Die Figuren stehen für Geschichten, die viele Menschen über Generationen hinweg begleiten. Valentini greift diese gemeinsamen Erinnerungen auf und führt sie in eine neue künstlerische Umgebung. Was zunächst humorvoll und vertraut erscheint, kann dadurch überraschend persönlich werden.
Auch die Ikonen der Musik und des Kinos finden in seinen Werken ihren Platz. Ein Porträt von David Bowie erzählt nicht nur von einem berühmten Musiker, sondern kann zugleich an Wandel, Selbstinszenierung und kreative Freiheit erinnern. Marilyn Monroe oder Audrey Hepburn stehen jeweils für andere Vorstellungen von Ausstrahlung und Zeitgeist. Valentini nutzt solche Bilder nicht bloß als dekorative Zitate. Er lässt sie mit seiner Gegenwart in einen Dialog treten und öffnet sie so für neue Lesarten.
Faszination für Bewegung und Automobile
Eine andere Seite seines Schaffens zeigt sich in der Faszination für Automobile. Porsche-Modelle, ein klassischer VW Käfer oder Motorradmotive bringen Bewegung und ein Gefühl von Freiheit in die Bildwelt. Hier verbinden sich technische Formen mit Erinnerungen an Reisen, besondere Augenblicke und das Lebensgefühl vergangener Jahrzehnte. Das Automobil wird zum kulturellen Zeichen: Es erzählt von Aufbruch, Tempo, Individualität und von der Freude an Dingen, die mehr bedeuten als ihren unmittelbaren Zweck.
Mixed Media: Ebenen, Zeichen, Kontraste
Kennzeichnend für seine Mixed-Media-Arbeiten ist die Verbindung unterschiedlicher visueller Ebenen. Schriftzüge, Symbole, grafische Elemente und malerische Partien können nebeneinanderstehen oder sich überlagern. Im Zusammenspiel entstehen lebendige Kompositionen, die den Blick nicht nur auf einen einzigen Mittelpunkt lenken. Stattdessen entdeckt man Details und Bezüge, die sich erst nach und nach erschließen. So entsteht der Eindruck einer Bildwelt, die nicht abgeschlossen ist, sondern zum Weiterdenken einlädt.
Die Farbe spielt dabei eine entscheidende Rolle. Kräftige Akzente, klare Kontraste und manchmal zurückhaltendere Flächen geben seinen Werken ihren Rhythmus. Farben beschreiben nicht ausschließlich einen Gegenstand; sie beeinflussen die Stimmung des gesamten Bildes. Manche Kompositionen wirken voller Energie und Selbstbewusstsein, andere erzählen eher von Nostalgie oder einem stillen Moment. Die Spannung entsteht gerade dort, wo scheinbar Gegensätzliches zusammentrifft und sich zu einer neuen Einheit verbindet.