Dezente Formen verbindet er mit effektvollen Farbharmonien. Details der künstlerischen Gestaltung werden auf das wesentliche reduziert. Das Geheimnis seiner Werke ist das ineinander greifen der Realität mit der Traumwelt, die fast schon eine surreale Welt schafft.
In vielen seiner Motive tauchen Städte, Türme, weite Landschaften oder schwebende Elemente auf. Sie erinnern an vertraute Orte, wirken aber zugleich, als würden sie einer anderen Wirklichkeit angehören. Ein Heißluftballon, eine ungewöhnliche Stadtansicht oder eine verspielte Architektur kann zum Ausgangspunkt einer eigenen kleinen Geschichte werden.
Korinek arbeitet mit sanften Übergängen und harmonisch abgestimmten Farbtönen. Seine Bilder setzen selten auf harte Gegensätze. Vielmehr fließen Formen und Farben so ineinander, dass der Blick ruhig über die gesamte Fläche wandern kann. Dadurch entsteht eine Atmosphäre, die man als poetisch oder romantisch empfinden kann.
Ein besonderer Reiz liegt im Verhältnis von Nähe und Ferne. Einzelne Formen bleiben deutlich erkennbar, während andere in weicheren Flächen aufgehen. Die Landschaft wirkt dadurch weit und offen. Gleichzeitig entwickeln die dargestellten Elemente eine eigentümliche Leichtigkeit, als könnte sich die gewohnte Ordnung der Dinge jederzeit verändern.
Seine Werke zeigen, wie wenig es manchmal braucht, um die Fantasie in Bewegung zu setzen. Ein paar Häuser, eine Farbverschiebung oder eine unerwartete Form genügen, damit aus einer vertrauten Szenerie eine Traumlandschaft wird. Der Betrachter kann darin eigene Erinnerungen, Wünsche und Vorstellungen entdecken.
Gerade diese sanfte Verbindung zwischen Realität und Imagination macht Korineks Arbeiten unverwechselbar. Sie laden nicht zu einer schnellen Deutung ein, sondern zum Verweilen. Aus dem Zusammenspiel von Farbe, Architektur und Fantasie entstehen Bilder, die Ruhe vermitteln und gleichzeitig Geschichten offenlassen.
Wer die acht Werke von Peter Korinek in der Galerie Vogel nebeneinander betrachtet, erkennt eine bemerkenswerte Vielfalt innerhalb dieser stillen Fantasiewelt. In „Reise der Heißluftballons“, „Türme der Farben“ und „Farbenfrohe Erhebung“ lenken schlanke, aufstrebende Formen den Blick nach oben. „Traumstadt“ und „Phantasieland“ hingegen entfalten ihre Wirkung über verschachtelte Architektur und sanfte Übergänge. Selbst stillere Motive wie „Früchte im Traumland“ scheinen zwischen Realität und Erfindung zu schweben. So erzählen die Bilder von Orten, die es vielleicht gar nicht gibt und die uns doch auf eigentümliche Weise vertraut vorkommen. Diese poetische Offenheit macht einen wesentlichen Teil ihres Reizes aus.